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| 01.2008 |
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| Kunst ist das neue Design |
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Warum Kunst massenkompatibel wird
Design goes art. Art goes design. Sie waren zu sehen im Museum of Modern Art, nun sind sie zu kaufen bei Ikea: Die Arbeiten der Künstlerin Hella Jongerius. Über 200.000 Vasen »PS Jonsberg« wurden bereits verkauft. Die erfolgreiche Symbiose zwischen Kunst und Kommerz wird 2008 mit einem neuen Produkt fortgesetzt. Vorzeigekreative wie Marcel Wanders oder neuerdings auch Philippe Starck bewegen sich als Pioniere in der Schnittmenge zwischen Kunst und Design und kreieren eine neue schöpferische Formsprache. Die Ergebnisse sind Arbeiten mit einzigartigem und extravagantem Charakter, substanziell, limitiert und mit der unverkennbaren Handschrift des Künstlers versehen.
Too arty? Museen dienen als Catwalk, Designerstühle wie von Konstantin Grcic werden auf Auktionen verkauft. Bisher als schöne Oberfläche gehandelt, wird Design mit Substanz veredelt, um die Bedürfnisse der Konsumenten zu treffen. So schuf Michel Gondry als experimentellster Videokünstler im Auftrag von Motorola nicht nur einen Werbespot, sondern ein Kunstwerk – zu künstlerisch für den Auftaggeber, der den Film nicht ausstrahlten will und dabei das Interesse für künstlerische Produktkommunikation falsch einschätzt: Bereits 28.000 Mal in einer Woche wollten Konsumenten den Razr2-Spot bei YouTube sehen.
Prognosen
- Künstlerischer Charakter wird in Zukunft die Aufmerksamkeit der Konsumenten wecken und mit einer neuen Optik Substanz und Individualität transportieren.
- Surreale Welten, Malerei, Videokunst, Collagenoptik – Kunsttrends werden auch Design- und Kommunikationsstile bestimmen.
- Künstler werden Stardesignern den Rang ablaufen. Um das Bedürfnis des Konsumenten nach Individualität zu befriedigen, werden sie zunehmend eingeladen, kommerzielle Produkte zu betreuen.
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